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Samstag, 2. November 2013

Laugenbrötchen, die Zweite

Sodele, nachdem ich die Brötchen (Klick!) wiederholt gebacken hatte  backen musste, kann ich mehr sagen:

* Für mich hats keinen Sinn gemacht, die Teiglinge einzufrieren. Angesichts von 1 Std Backzeit ist das schwachsinnig, 1-2 Brötchen in dem kleinen Backofen zu backen. Also sind gerade fertig gebackene Brötchen im Froster.

* Das Rezept, das ich benutzte, lässt sich in der Konstellation rauf und runter rechnen! Aus 8 Eiweißen mit entsprechender Mandelmenge usw. werden gute 15 Brötchen. Aaaaber: Es braucht NICHT entsprechend viel Wasser!
Zu den 8 Eiweißen habe ich abgewogene 330g Wasser benötigt. Das Ergebnis ist noch immer hervorragend, so dass ich davon ausgehen kann, dass die ursprünglichen 50g Wasser auf 1 Eiweiß zu viel waren.

* Auch ungelaugt, einfach mit Sesam und Salz bestreut, ganz lecker. Schmeckt mir persönlich besser als mit Lauge. Als nächster Test schwebt mir vor, Sesam in den Teig unterzubringen. Vermutlich brauchts dann ein wenig mehr Wasser.

* Die Ursprungsmenge aus meinem Rezept ist hervorragend geeignet, um damit im kleinen Ofen einen knusprigdünnen Pizzateig herzustellen! Ich habe dazu das Backpulver weg gelassen und noch bissle Thymian in den Teig geknetet.
Zwischen 2 Backpapieren ausgerollt (ca. 3mm), für 10 Min bei 180° vorgebacken, auf das andere Papier gewendet und wieder rein. Und zwar so lange vorgebacken, wie ich für das bischen Vorbereiten des Belages benötigte. Das waren 7 Minuten.
Ob das Wenden und 2. Vorbacken nötig gewesen ist, weiß ich nicht. Der Teig war jedenfalls richtig gut und Herzblatt war begeistert! :-)
Man konnte schöne Stücke abschneiden und prima in der Hand halten.


Freitag, 25. Oktober 2013

Laugenbrötchen

Hallihallo :-)

Herzblatt bat mich vor laaaaaanger Zeit um einen Versuch: Dir gelingt das bestimmt, mach doch mal Laugenbrötchen!

Tjaaa... öhm... Lauge... war da nicht was gefährliches dran?

Ja, ist so!
Ich empfehle, sich gründlich zu informieren, bevor man das Zeugs anfasst. Denn dann weiß man, dass man mit der Lauge ausschließlich mit dafür geeigneten Handschuhen und Schutzbrille umgehen sollte!

Nun hab ich also 4% Natronlauge gemischt. Nein, kein Haushalts-Kaisernatron. Das richtige Zeug.

Meine beiden Testbrötchen waren aus:
50g gemahlen Mandeln, blanchiert
1 Eiweiß (zufällig Gr. M)
8g Flohsamenschalen
1/4 TL Backpulver (inzwischen rausgefunden, dass es nicht notwendig ist)
Prise Salz
50g heißes Wasser
Hagelsalz zum Bestreuen

Alle trockenen Zutaten zusammen mischen, Eiweiß drüber, mit Knethaken verrühren, heißes Wasser dazu, noch 2-3 Minuten weiterrühren, bis ein Klos entsteht.
Gute 10 Minuten quellen lassen.



Ich hatte nun den ganzen Klos quellen lassen, die Brötchen ließen sich danach nicht ganz so gut formen.
Also, die geformten Brötchen in die Lauge eintauchen, auf eine Dauerbackfolie setzen und das grobe Salz drüber streuen. Bei ca. 180° haben diese kleinen Pupser 1 Stunde gebraucht, bis sie knackig waren. Und nicht labberig. Ich esse die nur zum Testen, aber labberig geht nicht!





Was mir so auffiel:
Laut meinen Recherchen sollte man eine Dauerbackfolie benutzen: Done! Da klebte nix an, war prima. Angeblich sollen die Laugenbrötchen auf normalen Papier wegen der Lauge anhaften...

Das nächste Mal werde ich erst formen, dann einlaugen und besalzen, dann quellen lassen.
Auch noch erwähnenswert: Auf der Packungsbeilage der Lauge stand drauf, man solle den Teig nochmals gehen lassen nach dem Eintauchen. Das habe ich hier so nicht gemacht. Kann also sein, dass diese Teigruhe auch noch ein wenig den Geschmack verstärken könnte.

Auf dem oberen Bild sieht man die Reststücke der Dauerbackfolie. Die war insgesamt zu groß für das normale Blech und ich hab sie passend geschnitten. Dan blieb aber ein so gescheiter Rand übrig, dass ich den Rest für den kleinen Backofen nutzen konnte. So wurden diese Brötchen also im Mini-Ofen gebacken, natürlich mit dem Backthermometer drin *das gute Stück*

Die Konsistenz war prima, feine Poren gabs auch, geschmacklich absolut kein Mandelgeschmack, aber ein feiner Laugengeschmack eben :-)
Da ich früher schon Laugenkrams nur selten aß, weiß ich jetzt nicht, ob der Geschmack nun zu lasch ist... aber: siehe oben, der nächste Test wird anders.


Nun bin ich gespannt, ob das Brötchen Herzblatt schmecken wird! Wenn ja, gibts eine größere Testreihe, dann auch mit gelaugten Teiglingen einfrieren und gebackenes Brötchen einfrieren usw...

:-)


Hier gehts zum 2. Teil: Klick! Erfahrungen und ein wenig das Rezept verbessert.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Körnerbrötchen - zu Risiken und Nachwirkungen fragen Sie Ihren Verstand!

Frei nach Den Ärzten:
Manchmal, aber nur manchmal, hat die Kathi ein kleines bisschen Brötchen gern :-)))



Für Herzblatt backe ich immer wieder dieses Brot aus dem Forum: Klick!
Allerdings mit diesen Abwandlungen von Seite 7 im Thread: Nochmal Klick!

Herzblatt wünschte sich nach langer Brotabstinenz doch mal wieder ein Sonntagsbrötchen.
Hier also das Rezept, wie die Brötchen zu Brötchen werden und auch bleiben:

250g Quark 40%
4 Eier
200g Leinsamen
200g gemahlene Mandeln
20g Kokosmehl
Salz, sonstige Gewürze

Und ich hau in diese Masse einfach noch Saaten nach Wunsch rein. Mal Sesam, mal Sonnenblumenkerne und hier auf dem Bild sind Kürbiskerne mit drin.

Alle Zutaten verrühren, ca. 10 Minuten stehen lassen, Brötchen formen, einschneiden zum hübscheren Aufbrechen, bei ca. 180° 25 Min backen.

Nach etwas mehr als einem Jahr LCHF benötige ich diese Nachbauten gar nicht mehr. Auch wenn diese Brötchen für mich alten Körnerbrötchen-Liebhaber schon richtig lecker sind.
Und 1-3x im Monat esse ich so eines. Am Sonntag mit Herzblatt.
Vom KH-Wert (müsst ihr selbst ausrechnen, v.a. je nachdem, wie viele Brötchen ihr geformt habt) geht es noch für eine Mahlzeit.
Aber hier sehe ich einfach wieder einen Gefahrenpunkt: Schnapp ich mir, wenns mal schnell gehen muss.
Und plötzlich wird es immer schnell gehen müssen, weil es ja so bequem ist, ein Brötchen (achwas, gehen auch gleich zwei!) aus dem TK zu holen und schnell aufzubacken.
Zack, sitzt du wieder in der KH-Komfortzone und machst dir zuerst ein schlechtes Gewissen und dann denkst du nur noch daran, dass es ja schließlich konforme Zutaten hat und genau DANN kann es passieren, dass du eher unterbewusst denkst: okeee.... ich mach heute aus lauter Stress ne Ausnahme und hole mir ein winzigstes Stück aus der Bäckerei, schließlich ess ich daheim ja auch die Brötchens...und sooo schlimm wird diese eine Ausnahme nicht sein, heut abend/später/morgen/demnächst/irgendwann mach ich ja schließlich LCHF weiter...

Tjo. So ähnlich läuft mein Kopfkino ab. Deshalb esse ich diesen Brötchennachbau recht selten. Und schalte immer wieder dieses Kopfkino an, wenn ich mal im Stress bin und noch genügend Brötchen im TK sind.
Stress rechtfertigt für MICH keine Ausnahmen.
Damit muss ICH fertig werden.
In stressigen Zeiten erwarte ich von meinem Körper erst recht volle Power.
Dann muss ich ihn nicht noch mit Badfood quälen...


Wünsche euch trotzdem gutes Gelingen und lecker Appetit ;-)